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Vorwort aus
dem Lyrikband
In feinfühliger Weise beschreibt die Autorin, Carmen
Schöbel, Grunderfahrungen menschlichen Daseins, die in einer bildreichen
Sprache den Kreis erlebnishafter
Wirklichkeit ertasten. Auch wenn sie Tabuthemen der Gesellschaft bricht und
sich Grenzsituationen wie Tod, Leid und Kampf annähert, so vermitteln ihre
Texte und Gedichte dennoch die Botschaft der Hoffnung in einer Welt der
Verwirrung und Zerrissenheit. Mit intuitivem Gespür vermag sie die schlummernde
Erkenntnis zu nähren, dass innerhalb des auf sich selbst zurückgegeworfenen Ichs
der Bezug auf eine äußere Wirklichkeit nicht verloren gegangen ist.
Auf der Suche nach dem ewigen Selbst, das letzte
Weisheiten in sich birgt, wir der Raum zwischen Außer-Sich-Sein und
Bei-Sich-Sein, zwischen emotionalem Selbst-Verlust und Selbst-Besitz
ausgelotet.Mystische Welten von Träumen, Visionen und Ahnungen
entwerfen das Bild einer phänomenologischen Existenz, die die letzte Wahrheit
in das eigene Selbst verlegt. In der Ausrichtung auf eine sich ständig entziehende
Transzendenz verweist die Autorin darauf, dass das Ich seinen Grund und
Sinnbezug nur in der eigenen Wirklichkeit zu finden vermag. Ein lohnenswerter Gedichtsband für all jene, die den
Blick in die Tiefe der menschlichen Seele nicht scheuen.
Dr. phil. Gaby Fell, 2000
Alzey
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